|
Navigation:
|
Diverses
Das Wörterbuch
Hier entsteht ein interaktives österreichisch-deutsches Wörterbuch für unsere Freunde aus dem benachbarten Deutschland. Auf dass sie in Zukunft auch etwas verstehen, wenn sie hier zur Speisekarte greifen. Schreiben Sie mit... JETZT MIT ÜBER 300 EINTRÄGEN!
In erster Linie geht es hier natürlich um Begriffe, die irgendwie mit der Gastronomie zu tun haben. Es soll hier also kein Katalog an Schimpfwörtern entstehen (das würde auch sicherlich den Rahmen sprengen), sondern eher eine heitere Hilfestellung für alle, die zwar deutsch sprechen, aber trotzdem nichts verstehen...
Dank Klaus-Peter David, der uns eine ganze Liste mit Vorschlägen zugeschickt hat, bringen wir es jetzt bereits auf über 300 Einträge!
Schreiben Sie mit! Klicken Sie einfach unten auf "Artikel kommentieren" und schreiben Sie uns, was wir vergessen haben. Möglicherweise haben wir auch Sachen falsch übersetzt/erklärt. Hier können Sie's loswerden. Los geht's!
Wuhtes kärntnerisches Wörterbuch gibt's übrigens hier. Auch interaktiv und vor allem "des Weatabuach fia ålle, de wås die Keantna a bissale schwea vastehn tuan."
Österreichisch - Bundesdeutsch (Piefkinesisch)
 |
16er Blech
 |
eine Dose Ottakringer Bier (Würstelstand-Jargon. Ottakring ist der 16. Wiener Gemeindebezirk)
|
|
 |
16er od. 17er Schlüssel
 |
Bierflaschenöffner
|
|
 |
A Kilo
 |
Mengenangabe für 100 (!) Schilling, sonst aber natürlich für 1000
|
|
 |
Arrancini
 |
Kandierte Orangenschale
|
|
 |
Ausg'steckt is
 |
der Heurige Wein ist da, Ausgsteckt hat jeder Heurige (Buschenschank) wenn er offen hat
|
|
 |
Backhendl
 |
Paniertes und in heißem Fett ausgebackenes Hähnchen
|
|
 |
Barrack
 |
Ungarischer Aprikosenschnaps
|
|
 |
Bauernbrot
 |
Krustenbrot (Raum Hannover)
|
|
 |
Bauernschmaus
 |
Deftiges Gericht aus Schweinebraten, Kasseler (Geselchtes), Würstchen (Wiener bzw. Frankfurter), Sauerkraut und Semmelknödel(n)
|
|
 |
Beefsteak
 |
Filetsteak vom Rind, Rindslendenschnitte
|
|
 |
Beiried
 |
Roastbeef, Lendenbraten
|
|
 |
Beisl
 |
Gastwirtschaft, Kneipe
|
|
 |
Bernerwürstl
 |
Würstchen mit Speck ummantelt
|
|
 |
Beugerl
 |
Hörnchen
|
|
 |
Beuschel
 |
Spezialität von der Kalbslunge (Lungenhaschee), meist mit Semmelknödel angerichtet. Kenner wissen es zu schätzen. In Süddeutschland, speziell im "Schwabeländle" noch als "saures Lüngerl" angeboten. Sonst verpönt (Hundefutter).
|
|
 |
Biskotten
 |
Löffelbiskuits
|
|
 |
Blechweckerl
 |
Würstelstandjargon für eine Dose Bier
|
|
 |
Blunz'n
 |
Blutwurst
|
|
 |
Blunz'ngröstl
 |
Bratkartoffeln mit Blutwurst
|
|
 |
Bröselfleck
 |
Respektlos für Wiener Schnitzel (siehe dort)
|
|
 |
Bröselflieger
 |
Respektlos für Backhendl (siehe dort)
|
|
 |
Bröselteppich
 |
Respektlos für Wiener Schnitzel (siehe dort)
|
|
 |
Bruckfleisch
 |
Ragout aus div. Innereien des Rindes (Kronfleisch, Milz, Bries, Leber und Blut)
|
|
 |
Buchtl´n
 |
Rohrnudeln. Hefeteig (wie bei Dampfnudeln) aber im Rohr gebacken. Meist mit Vanillesauce gereicht.
|
|
 |
Buckl, Bugl
 |
Brotdach beim Hotdog (Scherzel Brot zu aner Haassn)
|
|
 |
Bur´nhaidl, (Bur´nhäutel)
 |
Respektlos für Burenwurst (siehe dort)
|
|
 |
Burenwurst
 |
Heisse Wurst, im Wesentlichen aus Rind- und Schweinefleisch, Speck, Knoblauch und des Metzgers Geheimnis. Üblicherweise mit süssem Senf verspeist. Früher als Meterwurst gefertigt und portionsweise abgeschnitten. Wird heute oft gergrillt angeboten. Ist aber, wie gegrillte Rindswurst, so nicht zu empfehlen.
|
|
 |
Café Latte
 |
Milchkaffee
|
|
 |
dag (deka)
 |
Mengenangabe für 10 Gramm
|
|
 |
Dag, an
 |
"An Dag", häufig verwendete Grußformel, die ins Deutsche übersetzt in etwa lautet: "Als Ihr untertänigster Diener wünsche ich der verehrtesten Frau Chefin / dem geehrtesten Herrn Chef, einen (an) wunderschönen, guten Tag (Dag). Möge Gott sie beschützen, mit Gesundheit segnen und mit größtem Reichtum ausstatten - Elends-Gfrast schiaches!" Letzteres ist im Rahmen dieses Wörterbuches nicht übersetzbar. Alternativ: "sGott" und "dEhre".
|
|
 |
Debrecziner
 |
Grobe, herzhaft gewürzte Würstchen aus Schweinefleisch und Speck
|
|
 |
Dienststück
 |
Aus üblicherweise gut informierten Kreisen wurde mir zugetragen, dass die im Polizeifunk öfter zu hörende Anweisung an die "Fufi" "Bringens bitte ein Dienststück mit" die codierte Aufforderung sein soll, den hungrigen Innendienstkollegen eine Portion Burenwurst zu organisieren. Bei Rückfragen in der BPD wurde dies allerdings heftig dementiert.
|
|
 |
Eibisch
 |
Wurzel der Stockmalve, (Althaea), als Bonbon oder Tee, Schleim- u. Hustenlösend.
|
|
 |
Eierschwammerl
 |
Pfifferlinge
|
|
 |
Eierspeis
 |
eine Art Rührei
|
|
 |
Einbrenn
 |
Dunkle Mehlschwitze
|
|
 |
Einmach
 |
Helle Mehlschwitze
|
|
 |
Einspänner
 |
Kaffee mit Schlagsahne
|
|
 |
Eitrige, eine
 |
Würstelstand Jargon für "Käsekrainer"
|
|
 |
Erdäpfel
 |
Kartoffeln
|
|
 |
Erdäpfeldatschi
 |
Kartoffelpuffer
|
|
 |
Extrawurst
 |
Fleischwurst
|
|
 |
Faschieren
 |
Durch den Wolf drehen
|
|
 |
Faschierte Laberln
 |
Deutsches Beefsteak, auch Frikadellen oder Buletten
|
|
 |
Faschiertes
 |
Hackfleisch
|
|
 |
Fiaker
 |
Als Getränk: Mocca mit Weinbrand im Glas. Als Transportmittel: Vorwiegend von Touristen genutztes, nicht unbedingt günstiges, dafür umweltfreundliches Pferdetaxi zur Erkundung der Wiener Innenstadt.
|
|
 |
Fiakerbrot
 |
Schmalzbrot mit frischen Zwiebeln und Paprikapulver
|
|
 |
Fisolen, grüne
 |
Grüne Bohnen
|
|
 |
Fleck
 |
Geldtasche des Kellners
|
|
 |
Fleckerln
 |
Spezielle, Österreichische Nudelsorte, aus ca. 1 cm großen Quadraten
|
|
 |
Fluchtachterl, Fluchtseiderl
 |
Die letzte Bestellung bevor man das Lokal verlassen muss. In Westfalen auch "Schlürschluck" genannt. Ein Fluchtseiderl kann auch dasjenige Seidl sein, von dem man sich *ganz fest* vornimmt, daß es das letzte sein wird...
|
|
 |
Foam od. Fuam
 |
Schaum, Schaumkrone
|
|
 |
Fogosch
 |
Schill, Zander (hevorragender Speisefisch)
|
|
 |
Fotzenhobel, Fotzhobel
 |
Mundharmonika
|
|
 |
Frakerle
 |
6cl Schnaps
|
|
 |
Frankfurter Würstel
 |
Wiener Würstchen
|
|
 |
Frittaten
 |
Streifen oder Reste von Eierpfannkuchen, als Suppeneinlage
|
|
 |
G´röste Erdäpfel
 |
Geröstete, vorher gekochte Kartoffeln. Anders als Bratkartoffeln, die roh gebraten werden.
|
|
 |
G´selchtes
 |
Gepökelt- und geräuchertes Schweinefleisch, ähnlich dem Kasseler
|
|
 |
Gebäck
 |
Sammelbegriff für div. Brötchen, Salz-, Kümmel- oder Laugenstangen, die zum Menü gereicht werden. Die verspeiste Menge ist dem Zahlkellner unaufgefordert und wahrheitsgemäß mitzuteilen
|
|
 |
Gebackene Mäuse
 |
Schmalzgebackenes aus Germteig
|
|
 |
Germ
 |
Hefe
|
|
 |
Germknödel
 |
Dampfnudel. Im Dunst gegarter Hefeteig mit Powidlmarmelade gefüllt, meist mit Puderzucker, Mohn und zerlassener, brauner Butter serviert.
|
|
 |
geröstete Kartoffeln
 |
Bratkartoffeln
|
|
 |
Golatschen
 |
siehe Kolatschen
|
|
 |
Grätzel, Grätzl
 |
Stadtviertel, Gegend
|
|
 |
Grammeln
 |
Grieben, ausgepresste Reste vom ausgelassenen weißen Schweinespeck (Filz)
|
|
 |
Grammelpogatscherln
 |
Gebäck aus Grieben, Mehl, Rahm, Ei, Milch und Hefe, mit Salz und Kümmel bestreut. Zum Knabbern.
|
|
 |
Grammelschmalz
 |
Griebenschmalz, oft auch mit gerösteten Zwiebeln.
|
|
 |
Granten
 |
Preiselbeeren
|
|
 |
Graukäse
 |
Der Graukäse ist ein typischer Tiroler Sauermilchkäse. Er wird aus magerer Kuhmilch hergestellt. Graukäse wird als Laib-, Brot- und Stangenform, zwischen 250 Gramm und 3 Kilogramm auf dem Markt angeboten. Seine dünne Rinde hat kleine Risse und ist mit einem blaugrauen bis grüngrauen Schimmel überzogen. Der gelbweiße marmorierte Teig ist trocken bis speckig. Graukäse schmeckt leicht säuerlich und wird mit zunehmender Reife schärfer. Der Fettgehalt beträg 0 bis 2 Prozent Fett i. Tr.
|
|
 |
Grenadiermarsch
 |
"Resteessen aus Fleisch, Kartoffeln, Nudeln und Zwiebeln, zusammen in der Pfanne geröstet."
|
|
 |
Griesnockerln
 |
Griesklößchen, meist als Suppeneinlage
|
|
 |
Grinzing
 |
Heurigenviertel im Nordwesten Wiens, Teil des 19. Bezirks (Döbling)
|
|
 |
Großer Brauner
 |
Kaffee mit Kaffeesahne
|
|
 |
Gröst'l
 |
Eine Art Bratkartoffeln
|
|
 |
Grump'n
 |
auch Grubirra oder Grundbirn: Kartoffel
|
|
 |
G'schloder/G'schlouder
 |
ungenießbares Getränk, meist für miserablen Kaffee verwendet
|
|
 |
G'schrapp
 |
Lärmendes Kind (ein verwöhntes lärmendes Kind ist ein "Luxus G'schrapp")
|
|
 |
G'selchtes
 |
Geräuchertes Fleisch
|
|
 |
G'staubter
 |
Federweisser, Wein
|
|
 |
G'staubtes Achterl
 |
Wein & Orangensaft
|
|
 |
Gummiadler
 |
Backhendl
|
|
 |
Gummibärli
 |
Redbull mit Wodka
|
|
 |
Häferl
 |
Becher, Tasse
|
|
 |
Häupelsalat
 |
Kopfsalat, grüner Salat
|
|
 |
Häusl
 |
Toilette
|
|
 |
Hamdrahn
 |
Nach Hause bewegen (meist: jmd. ins Jenseits befördern)
|
|
 |
Heh, die
 |
Polizei
|
|
 |
Heidenmehl
 |
Buchweizenmehl
|
|
 |
Hetscherln
 |
Hagebutten
|
|
 |
Heuriger
 |
"Man sitzt an ungedeckten Tischen auf ungemütlichen Bänken und trinkt aus Biergläsern Wein." Neider definieren so die allseits beliebte und gesellige Verkostung des jungen Weines in Buschenschänken. (1) junger lokaler Wein aus der letzten Lese gekeltert (das Weinjahr endet/beginnt zu -> Martini (11. November), benannt nach dem gleichnamigen -> M.Gansl).
Abgeleitet von "heuer": diesjährig (so gibt es zB auch "heurige ->Erdäpfel" im Unterschied zu den eingetrockneten Altknollen vom letzten Jahr...). (2) spezielle Lokalform, auch Buschenschank genannt, geht auf einen Erlass Joseph II zurück, selbsgefechsten Wein während einiger Wochen selber ausschenken zu dürfen. Zu unterscheiden sind "echte" Heurige (meist nur einige Wochen im Jahr geöffnet) und Restaurants im Heurigen-Stil (-> Grinzing)
|
|
 |
Hetschipetsch
 |
Hagebutten
|
|
 |
Hieferscherzel
 |
Rindfleisch, gekocht, ähnlich dem Tafelspitz aber aus dem vorderen Teil der Keule
|
|
 |
Hieferschwanzel
 |
siehe Hieferscherzel
|
|
 |
Holler
 |
Holunder
|
|
 |
Hülse, Hüsen
 |
eine Dose Bier (Würstelstand-Jargon)
|
|
 |
Indianer im Schlafrock
 |
Nachspeise
|
|
 |
Jause
 |
Zwischenmahlzeit, Pausenbrot
|
|
 |
Karbonaderln
 |
Koteletts
|
|
 |
Karfiol
 |
Blumenkohl
|
|
 |
Kaiserfleisch
 |
Rippenstück vom jungen Schwein, weniger scharf gepökelt und gut geräuchert
|
|
 |
Kaiserschmarren
 |
Angeblich eines der Lieblingsgerichte von Kaiser Franz Josef I., daher der Name. Eine Art Eierkuchenteig (oft mit Rosinen), in der Pfanne zum Stocken gebracht, gewendet, mit einer Gabel zerrissen, kurz weitergeröstet und mit Puderzucker bestreut angerichtet. Oft werden Zwetschkenröster (siehe dort) dazu gereicht.
|
|
 |
Kanarienmilch
 |
Vanillesauce
|
|
 |
Karbonadeln
 |
Gebratene Rippchen vom Schwein, früher auch für Frikadellen.
|
|
 |
Käsekrainer
 |
Heisse Würstel mit Käsestückchen gefüllt.
|
|
 |
Käseleberkäse (Kasleberkas)
 |
Leberkäse mit Käsefüllung
|
|
 |
Kasnudeln
 |
Teigtaschen (ähnlich Maultaschen) mit einer Füllung aus Kerbelkraut (Keferfil), Brösel, Quark, Sahne und Ei. In Salzwasser gekocht, abgeschmälzt und mit brauner Butter übergossen. Eine Kärntner Spezialität!
|
|
 |
Kernöl
 |
Dunkles, aus Kürbiskernen gepresstes Öl für Salate. Steirische Spezialität
|
|
 |
Kieberer
 |
Polizist (eher: "Bulle"). Der Kriminalpolizist, also der Krimineser. Die Vekehrspolizei und jene Beamtinnen und Beamten, die z. B. Botschaften sichern oder ihren Rayon abfahren, um nach dem Rechten zu sehen, würde man einfach als "Polente" oder schlicht und einfach als "die Heh" bezeichnen. Also "Kieberer" ist eher der "Maturierte", das Fußvolk ist dann "die Heh".
|
|
 |
Kipferl
 |
Hörnchen
|
|
 |
Kipfler
 |
Festkochende Salatkartoffel
|
|
 |
Klampfen
 |
Musik machen, eine K. = eine Gitarre
|
|
 |
Kleiner Schwarzer
 |
Kaffee schwarz, Espresso
|
|
 |
kleiner Spritzer (rot/weiß)
 |
1/8 l Weinschorle aus Rot- oder Weißwein, gespritzt mit Sodawasser
|
|
 |
Kletzen
 |
Gedünstetes und gedörrtes Obst, meist Birnen (abfällig auch gebraucht für Dreckkruste oder Popel. Das Verb "kletzeln" oder "abkletzeln" könnte man mit "abknibbeln" übersetzen)
|
|
 |
Klobasse
 |
Wie Burenwurst (siehe dort), aber "abgepasst", also portionsweise abgebunden.
|
|
 |
Knacker
 |
Bockwurst
|
|
 |
Knackwurst
 |
Fleischwurst
|
|
 |
Knofel
 |
Knoblauch
|
|
 |
Kohlsprossen
 |
Rosenkohl
|
|
 |
Kolatschen
 |
Teigtaschen
|
|
 |
Kornspitz
 |
Vollkornbrötchen
|
|
 |
Kracherl
 |
Limonade
|
|
 |
Krampus
 |
Knecht Ruprecht
|
|
 |
Krapfen
 |
Berliner
|
|
 |
Krapfen (Faschingskrapfen)
 |
Berliner, mit Aprikosenmarmelade gefüllt.
|
|
 |
Krauthappel
 |
Kohlkopf. In Wien auch der Spitzname für die schmiedeeiserne Kuppelverzierung des Secessionsgebäudes.
|
|
 |
Kren
 |
Meerettich
|
|
 |
Kriecherlschnaps
 |
Mirabellenschnaps
|
|
 |
Krügel, Krügerl
 |
0,5 l Bier
|
|
 |
Kruspelspitz
 |
Teil der Rinderschulter, gekocht und angerichtet wie Tafelspitz
|
|
 |
Kuch'l
 |
Küche
|
|
 |
Kukurutz
 |
In Wien "Kukerutz": aus dem slawischen übernommene Bezeichnung für Mais
|
|
 |
Lackerl
 |
Rest, Pfütze
|
|
 |
lei
 |
nur. Ein ausschliesslich im Kärntnerischen gebräuchlicher Ausdruck. Den Kärntner Mädchen wurde seit jeher (als die Sitten noch strenger waren) die Einstellung "lei lasn" zugeschrieben. In Kärnten gab es die höchste Anzahl an unehelichen Kindern, als das noch (anderweitig) als Schande andgesehen wurde.
|
|
 |
leiwand
 |
geil, klasse, fantastisch, super
|
|
 |
Liptauer
 |
Aufstrich aus Primsen (siehe dort), Butter, Paprikapulver, Schnittlauch, Kümmel, Kapern, Senf und Sardellen. In Abwandlung wird statt Primsen oft Quark verwendet.
|
|
 |
Lungenbraten
 |
Lendenbraten (hat nichts mit der Innerei "Lunge" zu tun).
|
|
 |
Lungenstrudelsuppe
 |
Rindsuppe mit einer Einlage aus einer Blätterteigrolle (Strudel), gefüllt mit Kalbslungenhaschee.
|
|
 |
M.O.F.
 |
Gehässige Bezeichnung für "Deutsche". Abk. für "Menschen ohne Freunde"
|
|
 |
Marillen
 |
Aprikosen
|
|
 |
Maroni
 |
Esskastanien, Edelkastanien
|
|
 |
Maronireis
 |
Kastanienreis
|
|
 |
Martini
 |
Der erste Heurige wird zu Martini gekostet. Der 11. November ist im katholischen Heiligenkalender der Tag de Heiligen Martin, wo alle Martins Namenstag haben. Das Martinigansl hat seine Bezeichnung auch von diesem Namensparton.
|
|
 |
Mascherl
 |
Orangensaft mit Weinbrand
|
|
 |
Matura
 |
Abitur
|
|
 |
Melange
 |
Kaffee mit aufgeschäumter Milch
|
|
 |
Milchrahmstrudel
 |
Blätterteigrolle (Strudel) gefüllt mit Creme aus Butter, Zucker, Eigelb, Zitrone, Brösel, Sahne, Eischnee und Rosinen. Halb ausgebacken, wird er mit kochender Milch übergossen und fertiggebacken. Mit Zucker bestreut und mit Kanarienmilch (siehe dort) als Dessert angerichtet.
|
|
 |
Mineral
 |
Mineralwasser
|
|
 |
Mischung (rot oder weiß)
 |
1/4 l Weinschorle aus Rot- oder Weißwein, gespritzt mit Mineralwasser
|
|
 |
Mohnzelt
 |
Hefeteig mit Mohnfülle
|
|
 |
Mohr im Hemd
 |
Schokokuchen mit Schokosauce
|
|
 |
Most
 |
vergorener Obstwein, Apfelwein
|
|
 |
Neugewürz
 |
Piment
|
|
 |
Niedertschechern
 |
Total besaufen
|
|
 |
Nockerln
 |
Klößchen aus Gries-, Mehl-, Eier- oder Fleischteig
|
|
 |
Oachkazzlschwoaf
 |
Kleine Eistüte mit Eierlikör oder Schwanz des Eichhörnchens/Eichkätzchens
|
|
 |
Obers
 |
Sahne
|
|
 |
Obi, g´spritzt
 |
Apfelsaftschorle (Obi ist eine Apfelsaftmarke, deren Name sich als generelle Bezeichnung für Apfelsaft durchgesetzt hat. Ähnlich wie im Deutschen "Tempo" als Taschentuch oder "Selters" als Mineralwasser.)
|
|
 |
Obstler
 |
Branntwein aus Äpfel und Birnen
|
|
 |
Ölpfefferoni
 |
Dünner, in Öl eingelegter, grüner oder gelber Paprika. Oft auch süss-sauer eingelegt, pikant aber nicht scharf.
|
|
 |
Palatschinken (eine Palatschinke)
 |
Bei Palatschinken liegt die Betonung auf dem "i", nicht auf dem zweiten und schon gar nicht auf dem ersten "a"! Dessert. Eierpfannkuchen, in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Meist süß, mit Aprikosenmarmelade gefüllt und mit Puderzucker bestreut.
|
|
 |
Paradeiser
 |
Tomaten
|
|
 |
Pariser Schnitzel
 |
Kalbsschnitzel nur mit Mehl und Ei paniert (sehr lecker und saftig)
|
|
 |
Parksheriff
 |
Parkscheinkontrolleur
|
|
 |
Pfefferl
 |
Pepperoni (siehe "Pfefferoni")
|
|
 |
Pfefferoni
 |
Pepperoni
|
|
 |
Pfiff
 |
0,2 l Bier
|
|
 |
Piefke
 |
Gottfried Piefke *1817 †1884. 1866 am 31. Juli findet am Ende des preußisch-österreichischen Krieges auf dem Marchfeld bei Gänserndorf etwas 20 km vor den Toren Wiens eine große Parade mit dem III., IV. und Teilen des II. Armeekorps vor König Wilhelm I. statt. Neben Gottfried Piefke dirigiert sein Bruder Rudolf (1835-1900) ein Musikkorps. Kenner unter den vor die Stadt geeilten Wienern rufen "Die Piefkes kommen!" Der Ruf pflanzt sich fort und wird zum Synonym für die 50.000 paradierenden Preußen. Bis heute nennt man in Österreich alle Deutschen nördlich des Mains "Piefkes" - wessen man sich nicht zu schämen braucht.
|
|
 |
Pilzling
 |
Steinpilz, Herrenpilz
|
|
 |
Pomatchgerl
 |
Rot-Weisswein mit Almdudler vor allem im Weinviertel gebräuchlich
|
|
 |
Pomeranzen
 |
Orangen, Apfelsinen. Nicht zu vewechseln mit der "Landpomeranze", dem etwas unbedarften Mädchen aus der Provinz.
|
|
 |
Powidl
 |
Pflaumenmus
|
|
 |
Powidldatschgerl
 |
s. Powidltascherl
|
|
 |
Powidltascherl
 |
Teigtaschen mit einer Füllung aus Pflaumenmus
|
|
 |
Primsen
 |
aus Schafsmilch erzeugter Weichkäse
|
|
 |
Punsch
 |
Laut Punsch-König M. Holzer: O-Saft, Tee und Rum
|
|
 |
Radler
 |
Bier mit weißer Zitronenlimonade, Alsterwasser
|
|
 |
Reindling, Reinling
 |
Traditionelles Hefegebäck mit Rosinen, das nach der Form (dem Reindl), in der es gebacken wird, benannt ist.
|
|
 |
Ribisel
 |
rote Johannesbeeren
|
|
 |
Ringlotten
 |
Reneclauden, Mirabellen
|
|
 |
Rohscheiben
 |
Frisch frittierte Kartoffelchips (vom Schweizerhaus im Wurstelprater)
|
|
 |
Rösti
 |
Kartoffelpuffer
|
|
 |
Rote Rüben
 |
Rote Bete
|
|
 |
Rotzbremse
 |
Schnurrbart
|
|
 |
Rüscherl
 |
Weinbrand mit etwas Cola, "Hütchen"
|
|
 |
Sackerl
 |
Tüte
|
|
 |
Salzburger Nockerl
 |
Luftig leichtes, dennoch mächtiges Dessert aus Eigelb, Zucker Mehl und Eischnee, im Rohr gebacken und heiß serviert.
|
|
 |
Saure Wurst
 |
Extrawurst oder Mortadella mit frischen Zwiebeln, Essig und Öl angerichtet
|
|
 |
Scherzerl, Scherzl
 |
Anschnitt oder Endstück vom Brot
|
|
 |
schiarch
 |
hässlich
|
|
 |
Schilcher
 |
Ungekreuzter Wein aus der Steiermark aus nicht veredelten Trauben
|
|
 |
Schinkenfleckerl
 |
Überbackener Auflauf aus Fleckerln (siehe dort), Butter, kleingeschnittenem, gekochtem Schinken (Geselchtes), Eigelb, saurer Sahne, und Eischnee.
|
|
 |
Schiwasser
 |
Orangen- oder Himbeersirup mit Sprudel
|
|
 |
Schlag, Schlagobers
 |
Schlagsahne
|
|
 |
Schmatt
 |
Trinkgeld (An Schmatt oder Schmattes geben)
|
|
 |
Schopfbraten
 |
Gepökelt- und geräucherter (geselchter) Schweinekamm ohne Knochen
|
|
 |
Schöpsernes
 |
Hammel-, Schaf-, oder Lammfleisch
|
|
 |
Schwammerl
 |
Pilze
|
|
 |
Schwarzbeeren
 |
Heidelbeeren
|
|
 |
Schwarzbrot
 |
Graubrot
|
|
 |
Schwarzkappler
 |
Kontrollorgan der Wiener Verkehrsbetriebe (Strassenbahn, U-Bahn, Bus)
|
|
 |
Schwedenbombe
 |
"Dickmann" mit Kokosraspeln bestreut
|
|
 |
Schweinsfilz
 |
Weißer Schweinespeck (Flomen) zum auslassen (Schmalz)
|
|
 |
Seidl
 |
0,33 l Bier
|
|
 |
Selchen
 |
Räuchern
|
|
 |
Semmel
 |
Kaiserbrötchen
|
|
 |
Semmelbröckerln
 |
kleingeschnittene altbackene Brötchen als Grundmasse für Semmelknödel
|
|
 |
Semmelbrösel
 |
Weckmehl, Paniermehl
|
|
 |
Semmelknödel
 |
Der Duden hat sich entschieden, die Schreibweise wird trotzdem noch heftig diskutiert. Ob "Semmelnknödel", "Semmelknödeln", "Semmelnknödeln", es ist noch alles möglich. Aus Semmelbröckerln (siehe dort), Butter, Mehl, Eier, Zwiebeln und Petersilie werden Knödel geformt, die man dann in leicht gesalzenem Wasser 15 -20 Min. garen lässt.
|
|
 |
Semmelkren
 |
Wird zum Tafelspitz gegessen
|
|
 |
Shaken
 |
Tanzen
|
|
 |
Skiwasser
 |
Orangen- od. Himbeersirup mit Soda
|
|
 |
Soaglack
 |
(= Sarglack) Kräuterbitter
|
|
 |
Soda
 |
Als Getränk, Wasser mit Kohlensäure versetzt. Muß kein Mineralwasser sein!
|
|
 |
Soletti
 |
dünne Salzstangen, Knabbergebäck
|
|
 |
Spezi
 |
Cola und Fanta gemischt
|
|
 |
Spritzer
 |
Schorle
|
|
 |
Stamperl
 |
Schnapsgläschen, Pinnchen
|
|
 |
Stelze
 |
Kalbs- oder Schweinshaxe
|
|
 |
Sterz
 |
Beilage aus Maisgries, ähnlich der Polenta, aber krümmelig aufgelockert. Wird mit geschmolzener Butter oder Speckwürfeln oft mit Milch gegessen.
|
|
 |
Sturm
 |
Traubenmost, der schon leicht moussiert. Federweißer, frischer, noch nicht ausgegorener Wein. (lecker, aber sehr gefährlich!). 2.: Grazer Fußballclub "Puntigamer Sturm Graz"
|
|
 |
Sturzachterl
 |
Absacker
|
|
 |
Sulz
 |
Sülze (oder auch Stadt im Wienerwald)
|
|
 |
Tafelspitz
 |
Gekochtes Rindfleisch aus dem oberen, hinteren Teil der Keule. Eine Wiener Spezialität. Als Beilage meist Bratkartoffel oder Rösti, gerne wird auch Spinat, Tomaten- oder Meerettichsauce dazu gereicht. (Auch ein Leibgericht vom Kaiser!)
|
|
 |
Tatarensoß
 |
Remouladensauce
|
|
 |
Teufelsgriller
 |
Scharfe gegrillte Würstchen
|
|
 |
Tip
 |
Trinkgeld (5-15%)
|
|
 |
Toazznhacker
 |
der Toazzznhacker war eine Sendung im Radio-Tirol, bei der man Wunschsendungsartig irgendwelche Leute LOBEN oder aber auch ANPRANGERN konnte. Das lief dann so ab: Sprecher: "Die Hilde aus Schlaiten hat uns geschrieben, dass sie am Weg zur Arbeit, in aller Herrgottsfrüh, eine Autopanne in Ainet hatte und ein lieber Herr, dessen Autonummer LZ 08 15 47 11 ist, war so nett ihr den Reifen zu wechseln - derweilen sie hinten im Wagen ihr Baby stillen konnte... einen sackrischen Ehrentoazzen fur so viel Hilfsbereitschaft von uns!!!!" Darauf folgte ein ordentlicher TUSCH einer Blasmusikkapelle!! Dazu wurde immer folgender Spruch gesagt: "Fallt a Groschen ins G´raassl, da Toazzn sing wie a Tonnemaissl". Zweitens ist Toazznhacker auch ein Spiel mit einem Kreisel.
|
|
 |
Topfen
 |
Quark
|
|
 |
Topfenkolatschen
 |
Hefeteigtaschen mit Quarkcreme gefüllt, Quarkteilchen
|
|
 |
Topfenpalatschinken
 |
Mit Quarkcreme gefüllte Eierpfannkuchen
|
|
 |
Topfenstrudel
 |
Quarktasche
|
|
 |
Tschechern
 |
Saufen
|
|
 |
Tschick
 |
Zigaretten
|
|
 |
Vanillerostbraten
 |
Die echte Vanille war zu Kaisers Zeiten sehr teuer und für´s Volk nahezu unerschwinglich.Also hat man das edle Gewürz kurzerhand durch Knoblauch ersetzt. Geschmeckt hat´s auch, und mal ehrlich, "Vanille" hört sich doch viel vornehmer an als "Knofel", oder? Also lassen wir´s dabei!
|
|
 |
Vanillerostbraten
 |
Knoblauchrostbraten
|
|
 |
Verhackert's
 |
Schweinemett (Schweinehack, angemacht mit Gewürzen und Zwiebeln) ebenso wie Grammelschmalz. Je nachdem ob man gerade in Tirol ist oder in Kärnten.
|
|
 |
Vogerlsalat
 |
Feldsalat, Rapunzel, Mausohrsalat
|
|
 |
Wachauer Laberl,
 |
das: Knuspriges Brötchen, mit Anis gewürzt, aus der Wachau (Donautal zwischen Melk und Krems, Niederösterreich)
|
|
 |
Wadschunken
 |
Beinfleisch vom Rind, vorzügliches Gulaschfleisch
|
|
 |
Wecken
 |
Laib Brot
|
|
 |
Weckerl
 |
Schrippe, Gebäck
|
|
 |
Weh
 |
(1) körperliches Leiden. (2) Schimpfwort für Personen
|
|
 |
Weichseln
 |
Sauerkirschen, Schattenmorellen
|
|
 |
Wiener Schnitzel
 |
Mit Mehl, Ei und Bröseln (Weckmehl) paniertes, in Schweineschmalz ausgebackenes Kalbsschnitzel (Ges. gesch.), angerichtet mit einem Stück Zitrone. Als Beilage meist Kartoffelsalat und grüner Salat. Ein Schnitzel "Wiener Art" darf auch aus Schweinefleisch sein.
|
|
 |
Wuchtl´n
 |
siehe Buchtl´n
|
|
 |
Zeller
 |
Sellerie
|
|
 |
Zibeben
 |
Längliche, dickschalige, fleischige Rosinen, mit Kern
|
|
 |
Ziguri
 |
Zichorie blaublütige Spätsommerblumen an Wegrändern, Wurzeln wurden als Kaffeeersatz verwendet. Blätter des Löwenzahns bzw. Unkraut
|
|
 |
Zirbenschnaps
 |
Schnaps von der Zirbe
|
|
 |
Zuckerln
 |
Bonbons
|
|
 |
Zünder
 |
Streichhölzer
|
|
 |
Zwetschken
 |
Pflaumen
|
|
 |
Zwetschkenröster
 |
Kompott von Zwetschken oder Pflaumen
|
|
Haben wir was vergessen? Klicken Sie auf "Artikel kommentieren" und sagen Sie es uns!
(catho, 2002)
Userkommentare:
| von:
georg | am: 27.01.2010 |
| martinigansl | ANTWORTEN |
|
zum martinigansl wird a staubiger trunken staubiger, der = unfiltrierter,ungezuckerter wein (sturm nachdem der umwandlungsprozess von zucker in alkohol vollzogen ist)
|
| von:
Maria | am: 16.01.2010 |
| Gebackene Mäuse | ANTWORTEN |
|
Gebackene Mäuse sind aus Germteig und nicht aus Brandteig!
|
| von:
Andrea | am: 11.04.2009 |
| Zwirnknäulerl | ANTWORTEN |
|
Zwirnknäulerl = nähfaden auf spuhle
|
von:
Sabine | am: 19.03.2009 |
| Polster und Sessel | ANTWORTEN |
Es fehlen die Möbel wie Polster = Kissen Fauteuil = Sessel
Sessel = Stuhl Gruß Sabine
|
| von:
Andy | am: 20.08.2007 |
| Germknödel | ANTWORTEN |
|
Ein Germknödel ist mit Powidlmarmelade gefüllt!! Bitte unbedingt ergänzen :o)
|
| von:
karoline | am: 31.07.2006 |
| indianer im schlafrock | ANTWORTEN |
gibt es nicht.
indianer mit schlag (krapfen mit schokoladeglasur und schlagobers)
aepfel im schlafrock (in muerbteig eingeschlagene, ev. mit nuessen gefuellte kleine aepfel)
ein pfiff ist 0.2 liter und nicht 0.25
|
von:
kerstin aus steiermark ilztal/bezirk weiz | am: 26.02.2006 |
| ein paar wörter aus der steiermark Ilztal / bezirk/weiz | ANTWORTEN |
mei uns sagt man zu:
humari=hungrig
gölorsig=verdammt glatt rutschig
gleti=glatt o bad=verwelkt/blumen/ altes ungenissbares essen eine hässliche frau oder mann
schiarch= hässlich galig= ist extrem süss(torte gillet)
|
| von:
Mathias | am: 18.02.2006 |
| Paten | ANTWORTEN |
|
In Vorarlberger Oberland sagt man zu Patenonkel = Götti Patentante = Gotta naja, ist von region zu region unterschiedlich *g*
|
von:
AJH | am: 09.07.2005 |
| geröstete Kartoffeln | ANTWORTEN |
|
Ich glaube das geröstete Kartoffeln zwar richtig überstzt is mit Bratkartoffeln aber glaube auch dass man eher geröstete Erdäpfel sagt
|
| von:
eine Germanistikstudentin aus Österreich | am: 12.06.2005 |
| Alles Blödsinn.... | ANTWORTEN |
Ich denke nicht, dass es viel Sinn macht, so ein Wörterbuch anzulegen. In Österreich gibt es so viele regionale Dialekte und Varietäten (vgl dazu auch in Deutschland - Hessen, Berlin, Hamburg, Franken, Schwaben, Bayern, NRW etc..), dass es gar nicht möglich ist, das auf ein ÖSTERREICHISCH zu einigen.. Das sieht man ja auch an den Kommentaren. Leute aus Kärnten z.b. verwenden andere Wörter als welche aus Oberösterreich.
Und in den einzelnen Bundesländern gibt es wieder zig Eigenarten, z.b. in Tirol wo es in jedem Tal einen anderen Dialekt gibt. So viel dazu, ihr könnt euch gern weiter den Mund bzw. die Häne fusselig reden und 1000 Wörter hinzufügen. Ich finds jedenfalls gut, dass es so zahlreiche Varietäten und Dialekte gibt und bin dafür, dass wir es den Deutschen nicht so einfach machen *gg*
|
| von:
ErikaH | am: 22.11.2004 |
| Verlassenschaft | ANTWORTEN |
Noch eine neue Vokabel, die ich in Vorderlahnersbach gelernt habe: "Verlassenschaft".
Siehe: http://www.spannagelhaus.at/ Mir hat man ihn so erklärt: Das Erbe eines Verstorbenen ist noch nicht rechtlich/steuerlich abschließend geklärt. Einen entsprechenden Ausdruck, der in Deutschland gebräuchlich ist, habe ich nicht finden können.
|
 | von:
ErikaH | am: 22.11.2004 |
| AW(1) Vorderlanersbach | ANTWORTEN |
|
Pardon, der Ortsname hatte ein "h" zuviel. :-[
|
| von:
ErikaH | am: 22.11.2004 |
| Gote/Gotin/Götin/Gotenkind | ANTWORTEN |
Moin moin aus Deutschlands Norden! Kürzlich ist mir im schönen Zillertal
das Wort Gote/Pate aufgefallen. Seither spricht mich mein Gotenkind mit Götin an. :-)
|
| von:
Nordrheinostwestfale | am: 19.03.2004 |
| (sich) ausgehen | ANTWORTEN |
ausgehen, sich: hinhauen, klappen, funktionieren. Oft im zeitlichen Sinne: "Das geht sich nicht mehr aus" - auf deutsch-deutsch: Das haut zeitlich nicht mehr hin. (Hmm, so würde das auch kein Sch... sagen). Dafür gibt's einfach keine passende Übersetzung. Sollte in Deutschland eingeführt werden ;-) Gruß aus Germanien
|
| von:
Piefke | am: 13.02.2004 |
| Berliner | ANTWORTEN |
Was bitte sehr ist ein "Proponent".
|
| von:
Piefke | am: 13.02.2004 |
| Berliner | ANTWORTEN |
Was bitte sehr ist ein "Proponenten".
|
 | von:
Carsten | am: 06.12.2002 |
| AW(1) Danke! | ANTWORTEN |
Hi Heinz,
danke! "Lei" ist aufgenommen. lei lei, Carsten
|
| von:
christian | am: 03.12.2002 |
| Fluchtseiderl | ANTWORTEN |
Ein Fluchtseiderl ist (wenigstens in meinem Stammbeisl [=Stammkneipe]) dasjenige Seidl, von dem man sich *ganz fest* vornimmt, daß es das
letzte sein wird. c
|
 | von:
Annerose Kaas | am: 20.01.2009 |
| AW(1) Patenkind/Godle etc | ANTWORTEN |
|
Es ist ganz klar, dass das Wort vor allem in Vorarlberg verwendet wird, weil hier "Alemannisch" im weitesten Sinn gesprochen wird. Ich kenne es als Firmdodle, das ist der Firmpate im Katholischen Bereich. Ich habe nach dem Krieg fast 20 Jahre lang im bayerischen Schwaben gelebt, deshalb kenne ich es. Heute lebe ich im bayerischen Oberland mit Zugang zum oberen Inntal (Achensee,Innsbruck), da gibt es diesen Ausdruck weniger, scheint also wirklich schwäbischer Sprachgebrauch zu sein. Dafür sieht man hier (Tegernsee!), dass die "Boarn" - wie der Sepp Forcher immer im Klingenden Österreich sagt mit den Ösis schon ziemlich verwandt sind. Nur, die "Sendlinger Mordweihnacht" ist eben auch nicht vergessen. Das soziale Gedächtnis hat offenbar Zugang zum kollektiven Unterbewusstsein.Das muss man wissen, wenn sich andere wundern.
|
| von:
Dieter Fleck | am: 25.08.2004 |
| Krainer Würstel | ANTWORTEN |
|
Auch wenn die "Krainer" nur integraler Bestandteil der steirischen bzw. kärnterischen Küche ist (wobei sie natürlich in Slowenien als "kranjska klobasa" ihren Ursprung hat), so sollte sie doch in dieser feinen Liste angeführt sein, zumal die Krainer Wurst ja in modifizierter Form (Käserkrainer) auch jenseits (nördlich) des Alpenhauptkammes (also in Restösterreich) schon Fuß gefasst hat. Zudem schmeckt sie wesentlich besser als ihr Wiener Gegenstück, die Burenwurst.
|
| von:
Karina | am: 03.08.2004 |
| ich habe noch ein paar Gute | ANTWORTEN |
|
1 ) Ogrosl - Stachelbeere 2) Zwitsnogl - Ohrschlüper, Ohrwurm 3) Orchkazl - Eichhörnchen 4) Orchkazlschworf - der Schwanz vom Eichhörnchen 5) Kotz - Katze 6) Erdäpfel - Kartoffel 7) Gmiers - Gemüse 8) Strauka - verkühlt 9) schoit leida - schalte lauter 10) Scha - Schere
|
| von:
Guamé | am: 24.04.2004 |
| Saumeise | ANTWORTEN |
Saumeise(n): Faschiertes Geselchtes in Schweinenetz.
Saumas'n: Schwein haben. Alles klar?
|
 | von:
Nora | am: 29.04.2004 |
| AW(1) Saumaisen und anderes.... | ANTWORTEN |
|
Hallo! Leider muss ich feststellen, dass hier versucht wird, den Dialekt in Hochdeutsch zu reden, ich meine nicht die Übersetzung, sondern schon das Angebot der Sprache, wir sprechen sehr viel in O und diese stehen hier als A (!!!) Wadschunken = Wodschunken =Wadlschinken = Das Vorder oder Hinterbein vom Rind, des Wadl, das Sehnenreichste Fleisch und das Beste Gulaschfleisch, ein Beinfleisch wird bei uns das Ripplerte = Brustrippen, vom Rind bezeichnet Sulz = eine hausgemachte Presswurst/Haussulz Saumaisen = sind im Netz geselchtes, faschiertes Schweinskopffleisch Slad = altes abgestandenes Bier Lungenstrudelsuppe = eine Suppeneinlage mit einen gekochten, oder auch gebackenen gefüllten Strudel mit Lunge, ähnlich dem Beuschl zubereitet und in einen Strudel aufgerollt. Weidling = großes, tiefes, schalenförmiges Gefäß mit zwei Seitengriffen, für Teig abschlagen. Hapfn = Bett Gsöchts = Geselchtes (nicht Rauchfleisch) Panier = Kleidung/Panade v. Fisch, Fleisch, etc.
|
 | von:
Carsten | am: 13.02.2004 |
| AW(1) Antragsteller | ANTWORTEN |
Antragsteller [<lat. proponens, Part. Präs. von proponere ?öffentlich hinstellen, vorlegen?]
(ob es noch eine umgangssprachliche zweite Bedeutung hat, weiß ich nicht.) Carsten
|
von:
wolfgang schöbl | am: 13.01.2004 |
| fluchtachterl | ANTWORTEN |
|
das fluchtachterl hat mit fliehen, verlassen müssen, flüchten nichts zu tun. entbehrt ja auch jeder logik. die flucht, die hier gemeint ist, ist die kellerflucht; also der tisch, das pult, der tresen od. ä., der im vorraum oder ein/ausgangsbereich des weinkellers steht und als arbeitsfläche zum flaschen in kisten schlichten, verpacken, eventuell kleine gerichte zubereiten etc. dient. hat man die tiefen des kellers ordentlich ergründet, will sagen: die fässer durchgekostet, so nimmt man beim hinausgehen/torkeln/kriechen u. u. noch ein letztes achterl an der flucht.... (infoquelle: diverse architekten und winzer (manchmal identisch))
|
von:
Heinz Blüml | am: 29.11.2002 |
| Wörterbuch, Korrekturen | ANTWORTEN |
Die Korrekturliste ist leider gekürzt, weiss nicht, welcher Teil übermittelt wurde.
Schickt mir eure e-mailAdresse für die ganze Liste. H
|
 | von:
Nora | am: 29.04.2004 |
| AW(2) Saumaisen und anderes.... | ANTWORTEN |
|
Bruckfleisch= besteht aus sechs verschiedenen Innereien vom frischgeschlachteten Rind. (Kronfleisch, Herz, Milz, Bries, Leber, Lichteln (Aorta oder Herzröhren) Eigmochts = Eingekochtes/Eingelegtes Eierspeis = Rührei Bernerwürstel = Mit Käse gefüllte Frankfurter und mit Speck umwickelt Gebackene Mäuse = Fettgebäck aus GERMTEIG, angezuckert Greste Erdäpfen = geröstete Kartoffel/gekochte mit Zwiebel und meist Speck abgebratene Kartoffel Fleck, Fleckerln, Flockn, Flockerln, Kohle, Kies...= Geld/größere Menge v. Geld Grätzn = ungepflegter/ unsympathischer/hinterhältiger Mensch Grammepogatschn = Ein aus Hefeteig mit Zwiebel und Grammel gebackenes Gebäck. Gröstl = Bratkartoffel mit Zwiebel und Selchfleisch Gschropp/Gschrapperl = Kind/ kleines Kind Häuptlsalat = grüner Salat Vogerlsalat = Feldsalat Hockn = Arbeitstelle Hieb = Bezirk 16er Hieb = 16 Bezirk Tschusch = Jugoslawe/Balkanbewohner Kimmetirk/Kümmeltürk =Türke Weh = ist ein Mensch, der nicht nein sagen kann,
|
 | von:
Nora | am: 29.04.2004 |
| AW(3) Saumaisen und anderes.... | ANTWORTEN |
Weh = ist ein Mensch, der nicht nein sagen kann, wenn er um etwas gebeten wird. (Wennst an Freind brauchst, daunn ruaf mi au....) Und ? um eine Bemerkung zum Heurigen zu machen. Ich bin kein Heurigengeher und sehr selten beim Heurigen, aber DA WO ICH WAR, war es IMMER gemütlich, der Schreiber hat sich wohl ein sehr ungemütliches Lokal ausgesucht, auch sind die Gläser keine Biergläser, sondern eben Heurigengläser, es sei dem in diesen ungemütlichen Lokal hat man den Wein in Biergläser ausgeschenkt. (Eine Diffamierung unserer Heurigen, die nun mal zur Kultur von Österreich gehören):
Eigentlich gäbe es noch einiges zu reklamieren! LG.Nora
|
 | von:
Andreas Consolati | am: 03.06.2004 |
| AW(4) saumeise | ANTWORTEN |
um eines klarzustellen: in der sog. Saumeise ist kein "Faschiertes" drinnen. sie heissen auch nicht "Meisen" sondern "Meischalan" diese bestehen aus dem durchgedrehtem fleisch eines Schweinskopfes, gemischt mit Graupen
(rollgerste) dazu isst man Sauerkraut und Röstkartoffeln! Andreas Consolati Kärnten
|
| von:
Anton aus Tirol | am: 02.04.2004 |
| Keusche | ANTWORTEN |
Eine Keusche - ein Schuppen.
Gesprochen "a Kaischn" Pfiateich, Anton
|
| von:
Arminius | am: 31.03.2004 |
| Lernen | ANTWORTEN |
Lernen: Ö: jemandem etwas lernen. D: jemanden etwas lehren.
Ö: jemandem etwas leeren. ;o) ?!
|
von:
Michael | am: 27.03.2004 |
| Grußformel | ANTWORTEN |
Servus Leute, ist ganz nett hier aber das scrollen nervt. Eine Gliederung nach z.B. Essen, Grüßen, Anreden, Berge, Schimpfwörter u.s.w. tut Not.
Ich kam auf Euch weil ich eine Grußformel nach Hallein suche; die soweit ich weiß "ba ba " heißt.Aber wie wird das Geschrieben und schreibt man das Überhaupt oder sagt man/frau das nur am Telefon?
Es grüßt ein gebürtiger Allgäuer aus Dortmund.
|
 | von:
Carsten | am: 28.03.2004 |
| AW(1) Baba | ANTWORTEN |
Hallo Michael,
ja, bei Gelegenheit werden wir das Wörterbuch in eine kleine DB packen und kategorisiert rausspielen. Kann sich nur noch um Wochen handeln...;-)
"Baba" wird es geschrieben, in Wien fast nur in Kombination mit "Tschüssi" oder "Tschüss" - also "Tschüssi Baba". Am Telefon oft auch wiederholt, gerade wenn man mit den Eltern telefoniert "Ok Mami, baba, ja, ok, baba, ja Mami, baba, baba, tschüssi, baba, baba, baba" (langsames Fadeout und dann auflegen). LG Carsten
|
| von:
Weana | am: 26.03.2004 |
| Nulldefizit | ANTWORTEN |
|
Nulldefizit: Variable Größe, ähnlich der Promillegrenze bei verantwortungsvollen Autofahrern. Liegt meistens zwischen 0,3 und 0,9...
|
 | von:
Carsten | am: 29.11.2002 |
| AW(1) Wörterbuch | ANTWORTEN |
Hallo Heinz,
an redaktion@lokaltipp.at kannst Du alle Änderungen und Ergänzungen schicken!
Vielen Dank! LG, Carsten
|
von:
DÖF | am: 20.11.2002 |
| Leiwand | ANTWORTEN |
|
leiwand - geil, klasse, fantastisch
|
 | von:
Carsten | am: 20.11.2002 |
| AW(1) Danke! | ANTWORTEN |
Danke DÖF,
leiwand ist aufgenommen. LG, Carsten
|
 | von:
Carsten | am: 14.01.2004 |
| AW(1) Aha! | ANTWORTEN |
Hallo,
das ist ja interessant. Gerade weil es auf westfälisch "Schlürschluck" heißt und "schlüren" am besten mit "langsam gehen" übersetzt ist. Ich hätte darauf gewettet, dass es eben mit der Flucht zu tun hat. Danke für den Hinweis. Carsten
|
von:
Karl | am: 18.12.2003 |
| Burn`heidl | ANTWORTEN |
Hallo,
also wenn schon "österreichisch-deutsches" Wörterbuch...dann bleibt doch bei dem was es ist und passt vor allem nicht die österreichischen Wörter und Begriffe irgendwelchen Entwicklungen in der EU an. ..und...es werden auch viele Dinge nicht respektlos benannt...wie burenheitl..sondern sie sind Bestandteil der österreichischen Kultur und Dialekt- und Regionsbezogen. So wird ein Eierpfannkuchen..nie ein Palatschinken werden und schon gar kein Crepes..die Teigmischung ist in etwa gleich...aber die Art der Zubereitung und die Dicke des Produktes sind total unterschiedlich. Das ganze ist so sinnlos wie die Erklärung...das ein Hörnchen ein Kipferl sei. Versuch doch Mal in Deutschland ein Kipferl zu finden....da sucht man sich zu tode...weder in Form noch Geschmack wird man erfolgreich sein und schon gar nicht bei Semmerl...den Brötchen hierzulande sehen bei noch so starker Phantasie nicht so aus wie bei uns die Semmerl..und schmecken tun sie erst recht nicht so...
|
| von:
Piefke ;-) | am: 09.12.2003 |
| Tschusch, Gosch'n, G'wand | ANTWORTEN |
Mir fällt noch ein: G'wand = Kleidung?
auf die Gosch'n = auf's Maul Aber, was ist ein "Tschusch"?
Ein Tscheche? Ein Türke? Oder einfach nur ein Ausländer? Freundliche Grüße aus dem Land der M.O.F.
|
von:
felice | am: 04.09.2003 |
| Krauthappel | ANTWORTEN |
|
Krauthappel bleibt Krauthappel = Krautkop Kohlkopf bleibt Kohlkopf
|
| von:
Leez | am: 14.07.2003 |
| pelzpappen | ANTWORTEN |
auch netter bekannt unter pelzgoscherl oder filzpappen
eine schale (kaffee, tee) = eine tasse mit dem jeweiligen getränk
a eitriche mit an buckl und an gschissanen = eine käsekrainer mit einem scherzel brot und süssem senf
im öl sein = angetrunken sein
zwetschkenfleck = blechkuchen mit zwetschken
tschecherant = gewohnheitstrinker
mariahilfswürfel = suppenwürfel zum nachwürzen von speisen
|
| von:
michael | am: 05.06.2003 |
| pelzpappn | ANTWORTEN |
und pappn fehlt doch hier noch! pelzpappn = trockener mund
|
von:
claudia | am: 02.06.2003 |
| mein Lieblingsausdruck scheint zu fehlen : | ANTWORTEN |
G
´nakteppich = proletuieder Haarschnitt wo das Oberhaar kurz ist und das Nackenhaar lang.
und dann fehlte glaub ich noch:
Flinserl : Ohrringerl auf einem Ohr darf natürlich auch nicht fehlen..
Beidl... "geh ma ned am Beidl" (Beutel /Hoden) Brunzbuschn : eine nicht ganz astrein sexistischer Ausdruck für weibl. Geschl.organ
|
| von:
Marcus | am: 25.04.2003 |
| Bahöö | ANTWORTEN |
|
Bahöö = Lärm, Krach
|
von:
Mitzi aus Holland | am: 19.04.2003 |
| Saure Supp'n und Reindling | ANTWORTEN |
|
Saure Supp'n (Kirchtagsuppe) eine Rahmsuppe, mit Rindfleisch oder Huenerfleisch und Nudeln, die nur einmal im Jahr gegessen wird naehmlich zum Kirchtag. Eine Kaertner Specialitaet. Reindling oder Pogatscha ist ein zelbstgemachter Rosinenkuchen die man zu dieser Suppe isst.
|
 | von:
Grazer | am: 02.10.2004 |
| AW(1) saure supp´n | ANTWORTEN |
|
Auch als Klachlsuppn zu bezeichnen!!
|
von:
susanna | am: 11.04.2003 |
| doppler | ANTWORTEN |
im oberoesterreichischen:
doppler: 2 (1?) liter bier in grossen glas, wird von einem zum anderen gereicht. derjenige, der das glas leert, zahlt den naechsten doppler anschreien: stehend,in lauter tonlage dem edlen spender des dopplers mittels trinksprueche danken.
|
 | von:
Martin E. | am: 29.01.2008 |
| AW(1) Doppler | ANTWORTEN |
A so gennanter Doppler das sind 2 liter Bier(oder auch was anderes)
und es is zumindest in meiner gegend so das der vorletzte zahlt!! wei banletztn is ja fad dann last immer wer was drin!! würd mich freuen wenn ich von wem neue Anschrei-Sprüche erhalten würde MFG Martin E.
|
von:
Christof Kuhn | am: 09.04.2003 |
| Fortsetzung (2) | ANTWORTEN |
Uhudler, der: selbsttragende (also nicht veredelte) Weinsorte im Burgenland
Wachauer Laberl, das: Knuspriges Brötchen, mit Anis gewürzt, aus der Wachau (Donautal zwischen Melk und Krems, Niederösterreich)
zum Wecken: Meines Erachtens ist ein Laib rund, ein Wecken allerdings länglich. So, das wär's vorerst :-) Herzliche Grüße, Christof
|
von:
Christof Kuhn | am: 09.04.2003 |
| Fortsetzung... | ANTWORTEN |
Menü, a: Würstelstand-Jargon für: a Eitrige mit an Bugl und a 16er-Blech (siehe jeweils dort)
Ober, der: Zahlkellner
Pasta asciutta: Spaghetti al ragù (Pasta asciutta heißt eigentlich "trockene Teigwaren"!)
zum Pfiff: eigentlich ein halbes Seiderl, also etwa 0,17 Liter.
Pofesen, die: in Palatschinkenteig gebackene, mit Hirn gefüllte Weißbrotschnitten. Aus Pavia (I).
Quargel, der: Sauermilchkäse mit Rotschmiere. Sehr strenger Geruch und Geschmack. Aus Olomouc / Olmütz.
Radi, der: Rettich
Risipisi, das: Reis mit Erbsen
Russe, der: saure Hering, mit Zwiebelringen
Sauerrahm, der: saure Sahne
Saumaise, die: Hackfleischerzeugnis im Schweinenetz, geselcht (hat nichts mit einer Meise oder auch einem "Masl" zu tun!)
Spaghetti bolognese: Spaghetti al ragù
Strankalan, die: kärntnerisch für grüne Bohnen
Striezel, der: Hefezopf
zur Sulz: Also Stadt ist das wirklich nicht, sagen wir mal eher Dorf. Tschoklad, der (!): Schokolade
|
von:
Leopold | am: 07.04.2003 |
| grantscherm, weidling, Reparatur-seidl | ANTWORTEN |
Grantscherm: Bezeichnung für eine "angfressene", eine quengelnde Person.
Weidling: großes Gefäß. Reparatur-seidl: ein kleines bier am morgen nach dem tag des eigentlichen Besäufnisses.
|
von:
caro | am: 08.03.2003 |
| a hoibe (eine halbe) | ANTWORTEN |
a hoibe: im oberösterreichischen (und angrenzenden gebieten) bezeichnung für 0,5l Bier lg
|
| von:
Resl | am: 27.02.2003 |
| Wörter | ANTWORTEN |
|
Lawurpapp'n: großer Mund Harpf'n: Bett Glesch'n: sehr sehr abfällige Bezeichnung einer Frau ledschad: sehr zäh (meist im Sinne von langsam) frotzeln: veräppeln
|
von:
Barbara Zacherl | am: 21.02.2003 |
| Lercherl | ANTWORTEN |
|
Schnaps aus der Steiermark aus Nadeln, Rinde uvm. der Lerche ...so duftet der Wald
|
| von:
Alex Dinhobl | am: 31.12.2002 |
| Wiener Schnitzel | ANTWORTEN |
|
Das typische Wiener Schnitzel ist vom Kalb und wird mit Reis und Kartoffelsalat serviert. Grüner Salat gehören ebenso wie Pommes Frites nicht zum echten Schnitzel.
|
 | von:
Carsten | am: 12.12.2002 |
| AW(1) Aufgenommen | ANTWORTEN |
Hi Carola,
Reindling und Sterz sind aufgenommen!
Vielen Dank! LG, Carsten
|
von:
Christof Kuhn | am: 09.04.2003 |
| diverse Korrekturen / Ergänzungen | ANTWORTEN |
Brünnerstraßler, der: äußerst saurer Wein. Angeblich sollen die Weine, die entlang der Brünnerstraße (von Wien nach Brno) erzeugt werden, besonders sauer sein.
Fiakergulasch, das: ein Gulasch mit Spiegelei und Gurkerl
zum Frankfurter: soziologisch recht interessant ist, daß meines Wissens ein Wiener diese Würstel erfand, in Wien aber damit keine Erfolg hatte, nach Frankfurt ging, und sie ihren Siegeszug von dort u.a. wieder nach Wien antraten. Soviel zum Thema "österreichische Erfinder" :-)
Fräulein, das: Kellnerin
zum Germknödel: meist mit Powidl gefüllt (siehe dort)
Guglhupf, der: Napfkuchen
Kohl, auch Kööch, der: Wirsingkohl. Ein Kööch ist auch eine Streiterei, Schlägerei
zum Kren: "Meerrettich" (zwei "r")
Lack, der: der schal und widerlich schmeckende letzte Rest im Bierglas. Mit einem herzhaften "Meidlinger L" auszusprechen.
zur Lungenstrudelsuppe: siehe Lungenbraten! Marmelade, die: Konfitüre
|
 | von:
Christof Kuhn | am: 09.04.2003 |
| AW(1) Lercherl | ANTWORTEN |
Der Nadelbaum heißt natürlich "Lärche". Lercherl ist dann scherzhaft nach dem Vogel "Lerche" verballhornt. Übrigens (aber das ist nix Kulinarisches): Da die Lerche so ein zierlicher Vogel ist, wird mit "Lercherl" auch eine vernachlässigbare, winzige Sache bezeichnet. Entsprechend noch winziger ist ein "Lercherlschaaß". Wenn etwas aber durchaus heftig / brutal / arg ist, sagt man: "No - kaa Lercherl".
|
von:
Monsta | am: 14.01.2003 |
| Weitere Begriffe | ANTWORTEN |
Nussana:
Ist ein Nussschnaps, meistens aus Walnuß Eitrige mit an Bugl:
Ist ein Hot Dog mit einer Käsekrainer Gspusi:
Leibelei, lockeres Verhältnis Epkitu: Eigentliche Abkürzung für Eptileptisches Kinderturnen, wird aber auch für Leute verwendet die ihre Gliedmassen nicht kontrollieren können, od. beim tanzen keinen Rhythmus haben.
|
von:
Bernhard | am: 10.01.2003 |
| Weh, Wappler, Lohtsch | ANTWORTEN |
Wappler = Versager, Schussel (abfällig)
Lotsch = flegmatischer Schussel Weh = (1) körperliches Leiden (2) Jetzt wird interessant: "Weh" ist auch ein Schimpfwort für Personen, aber wer kennt die beste Übersetzung?
|
| von:
Carola | am: 11.12.2002 |
| Reindling, Sterz | ANTWORTEN |
Sehr schöne Seite!!! Zur Ergänzung:
Reindling (auch Reinling): traditionelles Hefegebäck mit Rosinen, das nach der Form (dem Reindl,)in der es gebacken wird, benannt ist Sterz: Beilage aus Maisgries, ähnlich der Polenta, aber krümmelig aufgelockert. Wird mit geschmolzener Butter oder Speckwürfeln oft mit Milch gegessen.
|
von:
Heinz Blüml | am: 05.12.2002 |
| lei | ANTWORTEN |
|
ein ausschliesslich im Kärntnerischen gebräuchlicher Ausdruck. Den Kärntner Mädchen wurde seit jeher (als die Sitten noch strenger waren) die Einstellung "lei lasn" zugeschrieben. In Kärnten gab es die höchste Anzahl an unehelichen Kindern, als das noch (anderweitig) als Schande andgesehen wurde.
|
von:
Heinz Blüml | am: 05.12.2002 |
| Martini | ANTWORTEN |
|
Der erste Heurige wird zu Martini gekostet. Der 11. November ist im katholischen Heiligenkalender der Tag de Heiligen Martin, wo alle Martins Namenstag haben. Das Martinigansl hat seine Bezeichnung auch von diesem Namensparton.
|
 | von:
Carsten | am: 06.12.2002 |
| AW(1) Aha ;-) | ANTWORTEN |
Hi Christian,
ach so ist das also: Es ist der gute Wille, der zählt! Jetzt hab ich's verstanden... ;-). LG, Carsten
|
| von:
christian | am: 03.12.2002 |
| Eierspeis | ANTWORTEN |
Eine Eierspeis ist meines Wissens kein Rührei, sondern bloß in der Pfanne gebratenes
Ei (also Rührei abzüglich des Rührens *gg*) c
|
 | von:
Bierpapst | am: 14.04.2004 |
| AW(2) Eierspeis | ANTWORTEN |
|
Eierspeis' = Rührei Spiegelei = in der Pfanne gebratenes Ei (engl. "Sunny side up") = Setzei
|
 | von:
Gerlinde | am: 16.03.2003 |
| AW(2) Wienerisch übersetzt für Deutsche | ANTWORTEN |
Hi,
anbei noch ein paar Ergänzungen zu dieser super homepage: Marmeladingers = liebevolle Bezeichung für Deutsche Zwiebelfresser = eher abwertende Bezeichnung für Franzosen Wuchtl = Fußball fett sein = betrunken sein in da Gluat sein (Gluat kommt von Glut) = betrunken sein Harz = Geld flattrig sein = zittrig sein (meistens nach einer durchzechten Nacht) Hawara / Haberer = Freund jemanden umhockn (kommt von umhacken) = jemanden zusammenschlagen hackeln = arbeiten Hacke = Arbeitsplatz owehaun = betrügen (wortwörtlich übersetzt bedeutet 'owehaun' hinunterschmeißen) wird nur im Zusammenhang mit einer Beziehung verwenden: seine Frau betrügen = sei Oide owehaun (siehe Oide) Oide = Ehegattin Oida = Ehegatte Busara = Verkehrsunfall neger sein = pleite sein, kein Geld mehr haben
Melange (ausgesprochen melausch) = Kaffee mit heißer, aufgeschäumter Milch LG,
Gerlinde
|
 | von:
Christof Kuhn | am: 21.03.2005 |
| AW(3) Hawerer | ANTWORTEN |
Korrektur zum "Haberer": Das Wort "Hawerer" / "Hawara" = Freund, kommt nicht von "habern" = schnell und viel essen, sondern von hebräisch "chavver" = Freund.
Daher ist die Schreibung "Haberer" irreführend und sollte vermieden werden. Ciao, Christof
|
 | von:
DanHarance | am: 21.04.2003 |
| AW(3) Zwiebelfresser | ANTWORTEN |
|
KORREKTUR: Zwiebelfresser = Türke (sehr abfällig)
|
 | von:
wolfgang schöbl | am: 13.01.2004 |
| AW(4) zwiebelfresser | ANTWORTEN |
wenn schon abfällige ausdrücke: franzosen werden/wurden (von den deutschen) schneckenfresser genannt. aus alliierter sicht verlieh man den deutschen den wohlduftenden namen kraut. in ermangelung einer signifikanten küche verlieh man den engländern halt den tommy, der aber nicht einmal was mit mayonnaise zu tun hat.
|
 | von:
Roland | am: 16.07.2004 |
| AW(6) G'spritzter (G'schbrizda) | ANTWORTEN |
|
Im östlichen Österreich gibts Heurige (Buschenschank). Hier bekommt man Weißwein oder Rotwein "gespritzt" mit Mineralwasser. Mundart: 1 Weißn-G'schbrizdn oder 1 Rodn-G'schbrizdn.
|
 | von:
Berndi | am: 02.12.2005 |
| AW(7) Korrektur | ANTWORTEN |
Das stimmt so nicht ganz, zwischen Heuriger und Buschenschank gibt es sehr wohl einen gravierenden UNterschied und auch zwischen Gespritzter und Mischung gibt es eine markante Unterscheidung! Spritzer: Wein + Sodawasser
Mischung: Wein + Mineral Buschenschänke dürfen nur Produkte aus Eigenherstellung anbieten, einzige Ausnahme stellt das Mineral dar! Heurigen bieten auch warme Speißen an und dürfen auch mehrere Waren zukaufen!
|
 | von:
egon | am: 02.10.2004 |
| AW(7) roter spritzer | ANTWORTEN |
|
´fir´n rotnspritza miassat fost a oaschlawall griagn...
|
|