Österreich Burgenland Kärnten Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Steiermark Tirol Vorarlberg Wien
Navigation:

Lokaltipps
Jelinek
Es gibt noch Lokale, die sich dem Boom von Lounge und Fingerfood entziehen. Im Cafe Jelinek ist alles so wie immer. Gut so...
GALERIE:
Klick!Klick!Klick!Klick!Klick!Klick!
Stefan und Manfred von der Gastwirtschaft Steman gegenüber dem Jelinek haben sich im Januar 2004 dazu entschlossen, das Cafe Jelinek zu übernehmen. Gemeinsam mit ihren Ehefrauen 'schupfen' sie seitdem beide Lokale - und dem Publikumszulauf nach zu urteilen machen sie das ziemlich gut.

Hotel Goldener Adler

Unterstützt werden die vier "Stemans" von einer Brigade Servicepersonal, das nichts an Professionalität und Freundlichkeit zu wünschen übrig lässt. So zum Beispiel im Cafe Jelinek: Seref H., er mag so um die 30 sein, sorgt sich um die Gäste, als wären es Familienmitglieder. Eine bestimmte Zeitung nicht gefunden? Die Frage ist kaum zu Ende formuliert, schon macht sich der kahlköpfige Kellner auf die Suche. Schließlich kann es bei dem Angebot an Druckwerken im Cafe Jelinek schon mal passieren, dass man den Wald vor lauter Blättern nicht sofort sieht. Und wenn Sie bei der Lektüre des "Hürriyet" mal Verständnisprobleme haben, kann Seref H. auch hier helfen - auch wenn dieser Fall zugegebenermaßen nicht so oft vorkommt.

Kein Nobel-Preis fürs Jelinek

Also rein in die gute Stube. Wer auf der Suche nach stylishen Lounges ist, wie es so schön zu neudeutsch heißt, der ist hier falsch. Nix da modernes Ambiente in Stahl-Glas-Konstruktion mit Fusionküche. "Wer es eilig hat, wird hier nicht bedient" steht da auf einem Schild über der Theke. Dabei soll das keine Entschuldigung für die Arbeitsauffassung des Personals sein (s.o.), sondern vielmehr Aushängeschild für die Philosophie des Cafes. Ausruhen und entspannen soll man hier - für die Jüngeren unter uns: Coole chill out & relax location. Das Speisenangebot zielt vornehmlich auf selbstgemachte Mehlspeisen ab, die, wie in einem richtigen Cafe üblich, im Kuchentresen auf ihre Abholung warten. Ein Grüner, ein Roter und ein Blauer Salon bieten dann Platz auf bunt zusammen gestellten Sesseln und Fauteuils. Die Spiegel an den Wänden blättern an den Rändern schon leicht ab, die Wand selbst sieht aus, als hätte man ihr seit der Zwischenkriegszeit keinen Anstrich mehr gegönnt. Das ist aber alles andere als negativ. Ähnlich wie im Alt Wien hat man das Gefühl, dass hier schon Zeitungen gelesen wurden, als Hans Dichand noch in den Windeln lag.
Nobel geht es im Cafe Jelinek also nicht zu, dafür aber sehr gemütlich.

Cafe Jelinek

6, Otto Bauer-Gasse 5
Zum Premiumeintrag.

(catho, 11/2004)

Userkommentare:
Neuen Kommentar zu Artikel posten 0 Kommentare


Auf dieser Seite werben   (c)2010 lokaltipp gmbh, AGB, Datenschutzerklärung, Informationspflicht lt. TK-Gesetz